Nykthemeron

Auszug aus der 4.Stunde

Versetzen Sie sich einmal selbst in diese Situation. Sie sind für die Reise ausgerüstet. Ihre Garderobe ist in Ordnung. Das Reisegeld steht zu Ihrer Verfügung. Das Ziel der Reise ist Ihnen bekannt. Prinzipiell kann Ihnen nichts mehr in den Weg treten oder widerstehen. Aber Ihre Reise durch die universellen Mysterien verläuft nicht so, daß Sie gleichsam aufgehoben, eingepackt, mitgenommen und am Ziel abgeliefert werden, oder, romantischer ausgedrückt, daß Sie wie auf Engelsflügeln mit Musik und Psalmengesang zum Ziel getragen werden. Nein, ausgerüstet mit allen Möglichkeiten und Kräften müssen Sie selbst Schritt für Schritt die Richtung bestimmen. Für jeden einzelnen Abschnitt Ihres Reiseplans müssen Sie selbst einen Entschluß fassen. Die neuen Vermögen müssen also gebraucht und erprobt werden, und Sie müssen lernen, sie zu gebrauchen und praktisch anzuwenden. Die ganze Reise ist also von Ihrem eigenen Urteil abhängig.
Wenn Sie Verstand haben, müssen Sie ihn gebrauchen. Wenn Sie ein Herz haben, müssen Sie es strahlen lassen. So müssen alle Vermögen des menschheitsbefreienden Seelenzustandes in der Praxis angewandt werden.

Das Nykthemeron des Appolonius von Thyana, kommentiert von Jan van Rijckenborgh S.50 Ausgabe 1992


Meister Eckhart II

Darum ist in der Natur ein unaufhörlicher Formenwechsel. Das Weizenkorn verwest, um in neue Formen überzugehen; die Pflanze, die meine Eltern aßen, hat meinen Leib aufbauen helfen. Das ist die eigentliche Bedeutung des Menschen in der Ordnung aller Dinge, dass er das wesentliche Mittel für die höchsten Zwecke Gottes ist; das ist aller Dinge Streben, in menschliche Natur verwandelt zu werden. Der Mensch soll alle Dinge emportragen zu Gott, ihrem ersten Ursprunge. Der Anlage nach ist der Mensch die Gesamtheit aller Kreaturen. Wenn man vom Menschen spricht, so spricht man von allen Kreaturen; denn alle Kreaturen sind in ihm versammelt. Alle Kreatur ist ein einziger Mensch, den Gott von Natur lieben muss, und dieser „Mensch“ ist Gott. In menschlicher Natur verändern alle Kreaturen ihre Namen und werden geadelt; in menschlicher Natur verlieren sie ihre Natur und kehren zu ihrem Ursprunge zurück. In menschlicher Natur erlangt jede Kreatur ihre Ewigkeit.


Meister Eckhart

„Gott ist unser Vater und die Gotteserkenntnis ist unsere Mutter, die Wahrheit ist überall, nicht der Art nach, sondern nur dem Grade nach ist sie von uns verschieden. Von einem Eintreten für uns ist keine Rede, vielmehr sollen wir durch sittliche Vollendung Christus selber werden, und on das kann und auch das Leiden und der Tod Christi nichts helfen.“


Rabidranat Tagore

Der Sonnenuntergang des Jahrhunderts

1.
Die letzte Sonne des Jahrhunderts versinkt in den blutigroten Wolken des Westens und im Wirbelstrum des Hasses.
Die nackte Selbstsucht der Völker tanzt in wahnsinniger, trunkener Gier zu den Klängen
der klirrenden Schwerter und der heulenden Rachegesänge

2.
Doch der hungrige Leib der Nation wird im Augenblick
der höchsten Raserei zerplatzen von ihrem schamlosen Fressen.
Denn sie hat die Welt zu ihrem Fraß gemacht.
Und während sie sie gierig beleckt zermalmt und großen Bissen hinabschlingt,
Schwillt sie mehr und mehr, bis mitten in diesem unheiligen Festmahl der Strahl des Himmels plötzlich herabfährt und ihr brutales Herzs durchbohrt.

3.
Das purpurne Leuchten am Horizont ist nicht die Morgenröte
deines Friedens, mein Mutterland,
Es ist der Widerschein des Scheiterhaufens, auf dem ein ungeheurer Leichnam
zu Asche verbrennt; die Selbstsucht der Nation, die sich den Tod gefressen.
Dein Morgen wartet hinter dem stillen Dunkel des Ostens.
Er wartet geduldig und schweigend.

4.
Sei wach, Indien!
Halt´Dein Opfer bereit für die den heilgen Sonnenaufgang!
Laß deine Stimme die erste sein, die ihn begrüßt, und singe:
„Komm Friede, du aus Gottes großem Schmerz geborene Tochter,
Komm mit deinem Schatz von stillem Glück,
Komm mit dem Schwert der Tapferkeit,
Komm mit dem Kranz der Sanftmut auf der Stirn!“

5.
Oh, meine Brüder, schämt euch nicht, vor den Stolzen und Mächtigen zu stehen
In dem weißen Gewande eurer Einfalt!
Eure Krone sei die Demut, und eure Freiheit die Freiheit der Seele.
Auf die kahlen Stätte eurer Armut errichtet täglich von neuem Gottes Thron,
und wisset: das Ungeheure ist nicht das Große, und Stolz währt nicht ewig.


Gnosis

Der Mystiker Valentinus hinterließ zwei Schulen: eine westliche (oder römi-
sche) und eine östliche (oder alexandrinische) Schule. Nachfolger beider
Schulen haben die christliche Literatur mit wertvollen Schriften bereichert.
Es sind Nachwirkungen des Urknalls, die in den Herzen der vom Christus (hier den ganzen Text downloaden)
(oder vom Logos) inspirierten Menschen Resonanz fanden.Gegner beschul-
digten diese Menschen später der gnostischen Ketzerei. Zweifellos waren
sie von der Gnosis durchdrungen, besaÞen also die Einsicht, dass alles mit
allem innerlich zusammenhängt. Ein alexandrinischer Schuüler des Valenti-
nus drückte es so aus: Gnosis ist das Wissen, wer wir sind, woher wir kom-
men und wohin wir gehen.

Auszug aus: Der Urknall des Christentum, Jakob Slavenburg


Jetzt aber

So so,
die Methode des Wiederstands:

Konsumverzicht!

  • Zahlt eure Kredite zurück!
  • Kauft nur, was ihr braucht und nur mit dem Geld, das ihr habtSew!
  • Tauscht
  • Tretet einer regionalen Währung bei!
  • Werdet Vegetarier!
  • Werdet  Selbstversorger

 


Über die Seele

Ursprüngliche Seele

„Unserem wunderbaren Planeten, von dem wir lediglich einen sehr kleinen und von uns

disharmonisch gestalteten Teil kennen, liegt eine göttliche alchimische Formel zugrunde, die
fort während angewandt wird.

Diese Formel wurde vom göttlichen Geist aufgestellt und betrifft eine Offenbarung in der
Ursubstanz, durch Ursubstanz und mit Ursubstanz.

Sie erfüllt den gewaltigen, unendlichen interkosmischen Raum, das ewige Meer der
göttlichen Lebensfülle. Sie ist die universelle materia magica, mit deren Hilfe jede Offenbarung möglich wird. Alle vorstellbaren und unvorstellbaren Elemente, Stoffe und Kräfte sind anorganisch in dieser Materia Magica anwesend, und in diesem universellen Meer der Wasser des Lebens offenbart sich das, was als »der große Atem« angedeutet wird. Es ist der unkennbare Geist, der diese Flut der Wasser bewegt und zur Offenbarung drängt.

Wenn der große Atem die Wasser der Ursubstanz berührt, entsteht das, was die »ursprüngliche Seele« genannt wird, nämlich die Formel, der alchimische Plan der
Offenbarung. Die Seele ist also ein Offenbarungsprinzip in der Ursubstanz. Diese Definition
reicht jedoch nicht aus, um die Art der Seele auch nur einigermaßen für unser Verständnis zu erklären. Deshalb stellen wir fest, daß das Seelenprinzip ein Feuer ist, welches in der
Ursubstanz, in der materia magica vom Geist entflammt wird…

…Wenn die ursprüngliche Seele, die Erstgeborene, sich harmonisch zum großen Atem, zu ihrem göttlichen Schöpfer verhält, dann bringt die Offenbarung das hervor, was man in der
Universellen Lehre »Manas« nennt, das ursprüngliche Menschenwesen, die ursprüngliche
Offenbarung des Menschen. Aber unsere Seele ist keine ursprüngliche Seele mehr, das zeigt  sich deutlich. Unser Seelenfeuer ist ein Wasserstoffprinzip der irdischen Natur. Wäre unsere Seele ursprünglich, also im wahrsten Sinn dieses Wortes ein Prä-Feuerprinzip, vom großen Atem in der materia magica entflammt, dann müßte unsere Offenbarung den göttlichen Beweis dafür liefern.“

Aus J.v.R Der kommende neue Mensch S.44-45
ISBN 90 70053 691 Copyright © 1985. Rozekruis Pers, Haarlem, Niederlande


Verschwörungstheorie

19.07.2012

Eine Verschwörungstheorie ist eine Theorie solange sie nicht bewiesen ist und geheim bleibt.

Sie hört auf zu existieren, wenn sie sichtbar wird und wenn die „Verschwörer“ alles ganz einfach in der Öffentlichkeit tun.

Dann wird Verschwörung Realität.

Wir leben also in einer Verschwörungsrealität.

Oder so

Auch nicht wichtig.

Wichtig ist:

Solange wir unsere tiefsten Wurzeln in der Erde wähnen, wird sich der Gärtner dieser Erde freuen, wenn er uns endlich ausreißen oder vergiften kann, damit er alles unter Kontrolle hat.

Sobald wir aber erkennen, das diese tiefsten Wurzeln im Himmel sind, hat der Gärtner keine Freude, denn dann kann er zwar immer fein alles beschneiden oder vergiften oder wegräumen, aber die Wurzel, die immer wieder sprießt, wird er niemals erreichen. Er und niemand, kein Mensch oder Unmensch kann diese Wurzel kontrollieren. Die wächst wo sie will und Sie gehorcht nur dem Leben selbst.

Das ist es was mich froh stimmt und mich denken läßt – „Kenne ich meine himmlische Wurzel?“

Schönen Tach noch.

 


Wolfs-Zeichen-Sammlung